Im Februar 2019 war ich mit meiner Frau unterwegs in Tschechien, um unsere Ließl (Chow-Chow-Hündin) endlich in ihr neues Zuhause zu holen.
Auf dem Rückweg kamen wir an diesem Ort vorbei, und als alter Urbexer musste ich mir das natürlich ansehen. Zu diesem Zeitpunkt war da offen und man konnte ohne Probleme reingehen.
Aktuell gibt es tatsächlich jemanden, der sich dem ganzen angenommen hat, und das Schloss tatsächlich komplett renoviert. Dies ist in der heutigen Zeit keinesfalls selbstverständlich, somit möchte ich meine Bewunderung ausdrücken, viel Erfolg wünschen und dieses Vorhaben ausdrücklich LOBEN.
Schön, dass es noch so mutige Menschen gibt, DANKE.
Meine Infos habe ich aus Wikipedia und Youtube.
Wie weit diese richtig sind, kann ich nicht sagen.
Wikipedia:
Velké Dvorce (deutsch Groß Maierhöfen, auch Groß Meierhöfen) ist ein Ortsteil der Stadt Přimda (Pfraumberg) im Okres Tachov in Tschechien. Er liegt zweieinhalb Kilometer östlich von Přimda. Südwestlich des Dorfes entspringt die Úhlavka (Aulowa).
Geschichte
Das Pfraumberger Urbar vom 10. Juli 1591 nennt den Mayerhoff zum Schloss (Pfraumberg). Gegründet wurde der Ort vom Adelsgeschlecht Schwanberg Ende des 16. Jahrhunderts. Zur selben Zeit entstanden die ersten neun Häuser, darunter eine Schafhütte und eine Mahlmühle. 1596 erwarb der Pfraumberger Georg Schmidt neben dem Dorf Konraditz auch den „Maierhof unterm Schloss sambt den Neunhütlern“. Im Jahre 1608 kommt der Maierhof an die Gebrüder Schwanberg. Während des Dreißigjährigen Krieges kaufte Johann Philipp Husmann das Gut. Im Jahre 1653 erwarb Johann Wenzel Kolowrat-Nowohradsky die Güter Meierhöfen und Minichsfeld von Husmanns Witwe und vereinte sie später zum Familienfideikommiss. Um 1680 soll das Schloss im Auftrag des Grafen von Kolowrat erbaut worden sein. Die Müllersche Landkarte zeigt um 1720 das „Alt Schlos“ bei „Gros Mayerhöfen“. Die Ortschaft zählte in der Berní rula sieben [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]], 1788 aber schon 29 Hausnummern „mit einem Meyerhofe und Schlosse“.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Groß Maierhöfen/Velké Dvorce ab 1850 eine Gemeinde im Gerichtsbezirk Pfraumberg im Altböhmischen Pilsner Kreis. Ab 1868 gehörte die Gemeinde zum Bezirk Tachau. 1930 standen in Großmeierhöfen 43 Häuser, in denen 235 Einwohner lebten. Nach dem Münchner Abkommen wurde Groß Maierhöfen dem Deutschen Reich angeschlossen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Tachau. 1939 lebten in der Gemeinde 218 Einwohner[2]. 1961 wurden Kundratice (Konraditz), Malé Dvorce (Klein Meierhöfen) und Jadruž (Godrusch) eingemeindet. Zu Beginn des Jahres 1980 erfolgte die Eingemeindung nach Přimda. Das Schloss wurde 1993 durch die Grafen von Kolowrat verkauft und wird renoviert. Die Größe des Schlosses beträgt etwa 6100 m², die des dazugehörigen Grundstückes 6,3 ha. 1991 hatte der Ort 195 Einwohner. Im Jahre 2001 bestand das Dorf aus 49 Wohnhäusern, in denen 222 Einwohner lebten.
Youtube:
Zámek Velké Dvorce – Ein verfallenes Schloss in Tchechien ( Video von Hiking Bernd )
Dieses Schloß ist seit 2018 in neuem Besittz und 2019 wurde der gesamte linke Flügel renoviert und das Dach neu gedeckt. Überwachungskameras sind ringsum angebracht.
Velké Dvorce ist ein Schloss im gleichnamigen Dorf in der Nähe von Přimda im Bezirk Tachov . Es wurde im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts gegründet, aber die erhaltene Form ist das Ergebnis des neobarocken Wiederaufbaus von 1907–1910. Der Schlosskomplex wurde als geschütztes Kulturdenkmal seit 1964 , [doch ist es in einem schlechten Zustand.
Schloss Velké Dvorce wurde von Graf Jan Václav Novohradský von Kolovrat als Zentrum des neuen Familienbesitzes gegründet, nachdem er 1675 das Gut Přimdek gekauft hatte. Das frühbarocke Schloss wurde 1690 fertiggestellt und der Gründer lebte dort 1705. Es gehörte seinen Nachkommen bis 1829, als das letzte Mitglied des Novohrad-Zweigs der Kolovrat- Familie, Johan, die Tochter von František Antonín Novohradský von Kolovrat , starb .
Es wurde von František Antonín Libštejnský aus Kolovrat geerbt , der das Schloss hauptsächlich in den Sommermonaten besuchte und eine Sammlung von Gemälden und Büchern sammelte. Nach seinem Tod im Jahr 1861 wurde die Bibliothek vom Nationalmuseum geerbt und das Schloss gehörte den Krakauer Verwandten aus Kolovrat . Das Schloss brannte hinter ihnen nieder, und Leopold Filip Krakovský von Kolovrat ließ es 1907–1910 im neobarocken Stil rekonstruieren. Alexander Josef Krakovský aus Kolovrat gründete Filmstudios im Schloss, zog sie aber nach einem erneuten Brand 1912 nach Wien. Die Besitzer ließen das Schloss reparieren, aber Graf Jindřich Kolowrat-Krakowský ließ seinen Wohnsitz auf das Schloss Diana verlegen .
Neuzeit
Während des Ersten Weltkriegs wurde im Schloss ein Krankenhaus eingerichtet, das im Zweiten Weltkrieg als Herberge für die Hitlerjugend diente . 1945 verlor die Familie Kolovrat das Schloss, und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts diente der Schlosskomplex den Bedürfnissen der Staatsfarm. Nach der Samtenen Revolution erlangte das Schloss Jindřich Kolowrat-Krakowský es zurück, verkaufte es jedoch 1992.
Das Hauptschlossgebäude hat vier Flügel, die um einen quadratischen Innenhof herum gebaut sind. Die Hauptfassade ist zum Garten hin ausgerichtet und dominiert vor allem einen konvexen – einen konkav gewellten Balkon, über dem sich in ähnlicher Weise ein gewellter Schild erhebt . Die Fassade ist mit abwechselnd abgewinkelten und segmentierten Leisten über den Fenstern im Erdgeschoss dekoriert , während die Fensterleisten im ersten Stock gerade und sattelförmig sind. Andere Fassaden haben eine ähnliche, aber einfachere Dekoration. Der Eingangsportal ist im Südflügel. Der Hof mit einem Brunnen ist mit dreiblättrigen geschlossenen Arkaden gesäumt . Die Arkadenkorridore im Erdgeschoss und im ersten Stock sind mit Kreuzgewölben gewölbt . Die Zimmer im Erdgeschoss haben komplizierte Kreuzgewölbe mit Lünetten, während die Räume im Obergeschoss mit Ausnahme des Korridors flache Decken haben.
Vermutlich Mitte des 18. Jahrhunderts wurde ein Seitenflügel mit L-förmigem Grundriss gebaut, der für die Verwaltung des Schlosses und die Unterbringung von Bediensteten vorgesehen war. Zu den denkmalgeschützten Gebäuden gehören auch Terrassen mit einer Balustrade aus dem frühen 20. Jahrhundert, Gebäude Nr. 2 und ein Park mit einer Statue des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1784.


























Wichtige Infos zum Thema Urbex
Urbexing, kurz für Urban Exploration, ist das Erkunden von verlassenen Orten wie alten Industrieanlagen, Tunneln oder anderen ungenutzten Gebäuden. Urbexer dokumentieren diese Orte oft fotografisch, angetrieben von Abenteuerlust, Ästhetik und historischem Interesse. Allerdings ist das Betreten ohne Erlaubnis illegal und kann rechtliche Konsequenzen haben, weshalb die Einhaltung der Gesetze und ein respektvoller Umgang mit den Orten wichtig sind.
- Aktivität: Urbexing beinhaltet das Betreten und Erkunden von verlassenen städtischen Räumen, wie verlassenen Fabriken, stillgelegten Bahnhöfen oder Kanalisationen.
- Motivation: Viele Urbexer werden von der Abenteuerlust, der faszinierenden, oft morbiden Ästhetik der Orte und dem Wunsch angetrieben, die Geschichten hinter den verlassenen Gebäuden zu entdecken und zu dokumentieren.
- Ausrüstung: Typische Ausrüstung umfasst bequeme und robuste Kleidung, Handschuhe, eine Lichtquelle und eine Kamera.
- Rechtliche Aspekte: Das Betreten privater Grundstücke ohne Genehmigung ist Hausfriedensbruch und somit illegal, was zu Anzeigen, Geldstrafen oder sogar Haftstrafen führen kann.
- Verantwortungsbewusstsein: Ein respektvoller Umgang mit den Orten ist entscheidend. Das bedeutet, keine Spuren zu hinterlassen, nichts zu beschädigen und die geltenden Gesetze zu befolgen.
